Gebäude im Fokus

AT+C Anwender Hochtief Solutions präsentiert Einsatz einer intuitiven Wartungslösung

Am 21. Februar 2013 trafen sich rund 40 Kunden der hoch spezialisierten Softwarelösungen von AT+C in Köln zu ihrem jährlichen Anwendertreffen. Anhand eines Praxisberichts zur softwareunterstützten Ausführung von Wartungsarbeiten zeigt Hochtief Solutions, welche Möglichkeiten der Service-Export als Bestandteil des Verbindungs-Managers VM.7 bietet.

Nach einer Einführung in die Tagesagenda durch AT+C Gründer und Geschäftsführer Wolfgang Schröder bildete der Vortrag von Hochtief Solutions AG einen herausragenden Höhepunkt der Veranstaltung. „Weil die Welt von heute Lösungen von morgen braucht, hat sich Hochtief Solutions bereits vor Jahren für den Einsatz von AT+C VM.7 entschieden“, erklärt Michael Ommert gleich zu Beginn am Beispiel des Standorts München Perlach. „Wir sind quasi der Hausmeister für 416.000 m² Gesamtfläche. Zu den Aufgaben unserer Teams gehört daher neben dem Netzwerkbetrieb auch die Wartung von über 9.300 Brandschutztüren, 5.000 Brandschutzklappen, 11.000 Brandschotts und 3.300 Feuerlöschern. Um keine einzige Aufgabe und keinen Kontrollpunkt zu versäumen, ist eine digitale Hilfe unabdingbar, denn durch häufige Umbauten in den Bürotrakten bleibt nicht jede Brandschutztür und jeder Feuerlöscher dort, wo sie mal waren.“

Hochtief Solutions – früher Siemens RZ – hat daher bereits vor Jahren alle Geschosspläne aus der CAD-Basis entnommen und mit allen relevanten, digitalisierten Objekten in AT+C VM.7 abgelegt. Damit kann jederzeit ein Status Quo auch grafisch am Bildschirm des führenden VM.7-Systems eingesehen werden (Screenshot). Durch die Verknüpfung mit einer hinterlegten Oracle Datenbank lässt sich jedes Objekt durch Mausklick aktivieren, um alle zugehörigen Informationen - beispielsweise auch Zertifikate und Zulassungen – einzusehen.

Deutliche Erleichterung für Wartungsarbeiten

Bei den genannten Flächen- und Objektzahlen ist es klar, dass auch erfahrenes Wartungspersonal nicht alle Details im Kopf haben kann. Aus diesem Grund setzt Hochtief Solutions für die mobile Wartung nun auf Tablet-PCs mit VM.7 und den sog. Service Export. Die Anwendung ist dabei so konzipiert, dass für die Dauer der Wartungsarbeiten keine Änderungen am Hauptsystem vorgenommen werden, denn die per Service Export ausgelagerten Daten sind gesperrt, solange die Wartungsarbeiten andauern.

Jeder Monteur hat alle benötigten Geschoss-Grundrisse mit allen Objekten auf seinem Tablet-PC. Neben dieser ersten Erleichterung zum Auffinden der entsprechenden Orte im Gebäude wurde jedes Objekt mit einem eindeutigen Barcode-Aufkleber markiert und mit der VM.7 Datenbank verknüpft. Seitdem ist der Ablauf ganz einfach: Der Monteur sieht in seinem Grundriss alle anzulaufenden Objekte rot markiert, die nach bestätigter Bearbeitung auf grün umschalten. Vor Ort angekommen belässt er den Tablet-PC auf seinem Werkzeugwagen und setzt einen kompakten Bluetooth-Scanner mit 300 m Reichweite ein, so dass er maximale Bewegungsfreiheit hat. Mit dem Scanner wird jeder Barcode erfasst. Es folgt die Überprüfung/Wartung des Objekts und sowohl für die Fertigmeldung als auch für die Erfassung der häufigsten Fehler hat er Barcodelabels dabei, um sich über 90 Prozent aller Eingaben zu sparen. Die Barcodes auf den Objekten erleichtern auch die Zuordnung von Dingen, die ihren Standort verändert haben. So „wandern“ Feuerlöscher oft durchs ganze Haus, weil sie immer wieder einmal als Türstopper missbraucht und dann an anderer Stelle abgestellt werden. Diese Zuordnung vereinfacht auch der Feuerwehr die Arbeit, wenn es um die turnusmäßigen Prüfungen geht.

Der Techniker läuft Punkt um Punkt ab und unterzeichnet jeden Aufgabenabschnitt – ebenfalls digital mittels Stift – auf dem System. Die entsprechenden Protokolle werden danach unveränderbar und revisionssicher als PDF in der Datenbank abgelegt. Nach der Rückkehr in die Zentrale werden die ausgelagerten Daten und alle Protokolle zurück ins VM.7 Hauptsystem überspielt, die Datensätze wieder freigegeben und automatisch Serviceaufträge zur Reparatur der defekt gemeldeten Objekte erstellt.

Fazit

Michael Ommert resümiert: „Das System läuft nun seit über einem Jahr und die Akzeptanz beim Wartungspersonal ist erstklassig. Da die Aufgaben und Abläufe sehr intuitiv und selbst erklärend sind, wird die Lösung auch von denen gern genutzt, die nicht so technikaffin sind. Die Zeiten der Geschossplanausdrucke und Excel-Listen sind vorbei. Allein durch die Minimierung von Vor- und Nacharbeiten sparen unsere Teams eine Menge Arbeit und Zeit.“

Dem Einsatz eines Smartphones für den gleichen Zweck erteilt Michael Ommert – nach intensiven Tests – derzeit noch eine klare Absage, denn durch teils schlechte Lichtverhältnisse sind die Scanergebnisse oft fehlerhaft. Außerdem fehlt eine brauchbar große Fläche zur Darstellung der Grundrisse. Auf dem Tablet mit der Software aus dem Hause AT+C hingegen können Objekte auch verschoben werden, wenn sich nach einem Umbau deren Ort verändert hat.

 

Text: Stephan H. Gursky

AT+C EDV GmbH  •  Liebfrauenstrasse 22  •  D-61440 Oberursel  •  T: +49 (0) 6171 916300
© AT+C EDV GmbH 2017